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Burmesischen Küche: Gesunde Ernährung mit Reis, Gemüse, Fisch

Markt
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Fischgerichte
Fischgerichte

Um eine ausreichende Versorgung mit Kohlehydraten zu gewährleisten, besteht die burmesische Küche hauptsächlich aus Reis. Aber auch andere Getreidesorten (z. B. Hirse), Zucker, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Yam, Maniok und Palmenmark stehen auf dem Speiseplan der Burmesen. Da Rind- oder Schweinefleisch in Myanmar relativ teuer sind, decken die Burmesen ihren Bedarf an tierischem Eiweiß fast ausschließlich durch Fisch.

Pflanzliches Eiweiß und Fett nehmen die Burmesen überwiegend durch den Verzehr von Sojabohnen, Erdnüssen, verschiedenen anderen Nüssen, Sesam sowie Öl- und Kokospalmen zu sich. Aber auch eine große Zahl an Obstsorten sind ein wichtiger Teil der Ernährung. Außerdem finden Kräuter und Gewürze in Burma eine universelle Verwendung: Einige decken ein ganzes Spektrum an medizinischen Zwecken ab. Andere wiederum enthalten wertvolle ätherische Öle. Auch zum Kochen werden sie verwendet, um Speisen, oder Reis, der in Myanmar von minderwertiger Qualität ist, zu verbessern oder zu verfeinern.

Myanmar produziert auch eigenen Tee und Kaffee. Jedoch werden diese weitestgehend in Myanmar selbst konsumiert, da ein Export nicht lohnenswert wäre. Die Gründe hierfür liegen darin, dass es sich zum Großteil um grünen Tee handelt, für den im Westen nur wenig Nachfrage besteht, und die Kaffeeproduktion zu gering ist (ca. 1.000 Tonnen pro Jahr).

Das bevorzugte Getränk in Myanmar ist Tee. Er wird in burmesischen Restaurants und Teestuben gratis als genereller Durstlöscher serviert. Die vielen verschiedenen Teesorten lassen sich dabei in 3 verschiedene Hauptkategorien unterteilen: Unfermentierter Grüner Tee, halbfermentierter "gelber" Oolong-Tee und fermentierter schwarzer Tee.

Textteile von Klaus R. Schröder

Weitere Informationen finden Sie auch in:

Myanmar/Burma: Reisen im Land der Pagoden
von Klaus R. Schröder (Autor) 
Gebundene Ausgabe: 373 Seiten 
Verlag: Reise Know-How Verlag Grundmann; Auflage: 2., überarb. u. aktualis. A. (Dezember 2003) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3896621963
ISBN-13: 978-3896621962
Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 13 x 3,4 cm 

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Essen und Trinken in Myanmar

Garnelen
Garnelen

Auch außerhalb der Hotels kann in Myanmar gut gespeist werden. In den größeren Städten finden Sie Restaurants mit landestypischer, indischer, thailändischer, chinesischer und europäischer Küche. Außerdem gibt es viele kleinere Stände und Imbissläden. Dort können Sie traditionelle Gerichte aus der burmesischen Küche probieren, wie sie auch von den Einheimischen gegessen werden. Die traditionellen Speisen wurden stark von den Gerichten der Nachbarländer beeinflusst. Das Nationalgericht heißt "Mohinga" und ist eine würzige Suppe mit Fisch und Reisnudeln. Außerdem werden viele Currygerichte gegessen. Grundsätzlich ist die traditionelle Ernährung in Myanmar sehr gesund.

Wir haben für Sie Restaurants in Yangon und Restaurants in Mandalay in PDF Dateien zusammengestellt. 


Die Betelnuss

Betelnuss
Betelnuss

Beliebter als der Genuss von Alkohol, Zigaretten und Cheeroot, ist in Myanmar der Genuss der Betelnuss.

In Städten und Dörfern findet man überall in Gassen, auf dem Markt oder an Ecken Betel-Stände, in der Regel von jungen Frauen geführt, die Betelprieme anbieten.

Ein paar Stücke der zerhackten Betelnuss (Areca catechu) werden in das Betelblatt (Pfefferblatt, Piper betle) eingewickelt und mit flüssigem, gelöschtem Kalk bestrichen. Da diese Kombi-Packung bitter schmeckt, werden auf Wunsch weitere Gewürze hinzugefügt, die das Kauen und Lutschen versüßen und den Geschmackssinn reizen. Betelblatt, Kalk und Betelnuss sind somit die 3 Grundbestandteile des Betel-Priems. Je nach Geschmackswunsch des Käufers fügt die Verkäuferin unter den Augen des Käufers Kautabak, Anis, Kardamon, Zimt, Ingwer, Muskatnuss, Fenchel, Minze oder Lakritze (Glycyrrhiza glabra) hinzu.

Das Betelblatt kommt nicht von der Betelpalme, sondern vom Betelpfeffer. Betelblätter werden in verschiedenen Ländern Südostasiens als stimulierendes Mittel und Antiseptikum verwendet. Auch eine aphrodisierende Wirkung wird der Betelnuss nachgesagt. Betelpfeffer findet unter anderem als Heilmittel gegen Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Arthritis und Gelenkschmerzen, aber auch als Antibiotikum oder bei Verdauungsschwierigkeiten Verwendung.

Der Betelbissen wird entspannt gekaut, oft nach einer Mahlzeit, bei religiösen Festen, beim Autofahren oder bei Versammlungen und oft stundenlang im Mund gelassen. Die Wirkung dieses Betelbeissens ist, dass sich der Kauer in einem Zustand des Wohlbefindens und leichter Angeregtheit befindet. Die physische und geistige Leistungsfähigkeit wird gefördert und Ermüdung verhindert.

In den Betelnusssamen kommen verschiedene Alkaloide vor. Das Hauptalkaloid Arecolin hat eine stimulierende Wirkung. Mit den Jahren des Genusses werden die Zähne angegriffen. Aufgrund des erhöhten Speichelflusses und der roten Färbung des Mundraums und der Zähne hat man bei Betelnuss-Kauern den Eindruck, dass ihr Mund voll Blut wäre, vor allem wenn sie den roten scharfen Saft in Abständen ausspucken. Diese kosmetischen Gründe haben dazu geführt, dass der Betelnusskonsum von Frauen und Besserverdienenden in der heutigen Zeit gemieden wird. In ländlichen Gebieten haben Betelnüsse jedoch bis heute eine große Verbreitung. Allerorts zeugen eingetrocknete Flecke von dem Saft des Betelkauens.


Cheeroot-Zigarren

Cheroot-Raucherin
Cheroot-Raucherin
Cheroot-Raucher
Cheroot-Raucher

Als Cheeroot werden die beliebten burmesischen zylindrischen Zigarren bezeichnet. Der "Tabak" besteht aus Cheroot-Blättern, vermischt mit Holz des Baumes und einer von Fabrik zu Fabrik variierenden geheimen Mischung aus Zusätzen wie Tamarindensaft, Holzstückchen, Bananen, Nüssen und Palmzucker. Der Filter der Zigarre setzt sich aus Maisblättern zusammen. Die Zigarre wird schließlich von den Blättern eines einheimischen Strauches zusammengehalten.

Der Geschmack der Zigarre ist ziemlich würzig und es lohnt sich, eine zu probieren.

In den Pfahlbauhäusern im Inle-See werden die Cheroot-Zigarren hergestellt. In einem Raum sitzen mehrere Frauen am Boden, die mit einem Rundholz und einer darum gewickelten Plastikfolie die Zigarren drehen. Das Cheroot-Blatt wird gerollt aufbewahrt und von der Arbeiterin in den Rollstab eingelegt, das Ende umgeknickt, mit einer Handbewegung wird eine Handvoll Tabak eingerollt und fertig ist die Zigarre. Die Außenkante wird mit einer Schere begradigt und mit Klebstoff bestrichen und festgedrückt. Die Spitze ist durch das Umlegen des Blattes verschlossen, am anderen Ende wird der Filter mit einer Schere bündig abgeschlossen. Pro Tag dreht eine Frau ca. 1.200 Cheroot-Zigarren.

Je nach Region des Landes findet man auf dem Lande Cheroot-Raucher mit recht dicken Kolben-Zigarren, die bis zu 20 cm lang sind und bis 2 cm Durchmesser haben. Oft sind es ältere Menschen, die sich genüsslich mit dem Cheroot-Rauch einnebeln und die Asche in ein Töpfchen kippen, das sie beim Rauchen der Zigarre mitführen, um Brände zu vermeiden, wenn die Glut zu Boden fällt. 


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