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Beste Tauchspots im Mergui Archipel

Mit unserem Mergui-Bericht „Geheimtipp und Wunschtraum für Taucher“ machen wir ausführlich auf die magischen Reize und die Einzigartigkeit des Mergui-Archipels aufmerksam. Mit den folgenden Infos verraten wir Ihnen, wo die besten Tauchgründe sind. Sie erreichen einige davon entweder auf einer LiveAboard-Kreuzfahrt oder alternativ bei einem Aufenthalt in einem der Insel-Resort-Hotels, die anspruchsvolle Tauchprogramme und Tauchkurse anbieten. Damit Sie richtig planen können, die richtige Jahreszeit vorsehen, sollten Sie unsere Allgemeinen Informationen zum Mergui-Archipel beachten.

Burma Banks

Die wohl berühmtesten Tauchspots im Mergui Archipel sind die Burma Banks. Hierbei handelt es sich um Unterwasserberge, deren Spitzen sich bis zu 15 Meter über dem Wasser erheben und bis zu 300 Meter in die Tiefe reichen. Die Burma Banks bestehen aus der Silvertip Bank, Big Bank, Rainbow Bank, Roe Bank, Heckford Bank und Coral Bank. Dieses Tauchgebiet ist relativ neu und daher werden Sie hier auf keine oder auf nur sehr wenige Taucher treffen. Es kann hier zu teilweise sehr starken Strömungen kommen. Diese bieten jedoch die idealen Voraussetzungen für Strömungstauchgänge entlang der Riffwände.

Roe Bank

Das Riff ist ungefähr 20 Meter tief und begeistert vor allem mit seiner vielfältigen Korallenpracht. Riesige Kalkfelsen sind mit Korallenbüschen, Korallentischen sowie Fächerkorallen übersäht. Besonders beeindruckend ist die riesige Anzahl an bunten Drahtkorallen und Weihnachtsbaumwürmern, die hier im leichten Wellengang tanzen. Hier kann man auch riesige Schwärme von Gelbrücken-Füsiliere und Pulverblauen Doktorfischen beobachten

Heckford Bank

Die Heckford Bank ist mit 20-25 Metern der tiefste Tauchplatz in den Burma Banks. Ein absolutes Highlight sind die hier anzutreffenden Silberspitzenhaie. Wenn Taucher von ihnen entdeckt werden, umkreisen sie diese erstmal mit sehr großzügigem Abstand und kommen dann manchmal ganz nah ran.

 

Silvertip Bank

Diese Bank besteht aus riesigen Korallenformationen. Das Besondere hier sind die etlichen Durchgänge an den Formationen, die Taucher zum durchschwimmen einladen. Wie der Name bereits verrät, verweilen hier des Öfteren Silberspitzenhaie. An der Riffkante leben viele verschiedene schwarmbildende Fischarten. Da das Wasser hier gerade mal 15 Meter tief ist, können Taucher schon vom Boot aus Barrakudas im kristallklaren Wasser sichten.

 

Coral Bank/ Rainbow Bank

Dies ist der ideale Spot für Haibegeisterte. Bis zu neun verschiedene Arten wurden hier bereits beobachtet.

Black Rock

Black Rock ist eine kleine Insel, die aus einer Felsformation mit steilen Abhängen besteht und nur wenige Meter aus dem Wasser ragt. Für viele Taucher ist der Black Rock der Tauchspot schlechthin und das Highlight einer Tauchsafari durch das Mergui Archipel. Hier können verschiedene Hai Arten, wie Leopardenhaie, Weißspitzenhaie und Silberspitzenhaie angetroffen werden, sowie Manta Rochen und Stachelrochen. Die Felsformationen sind gänzlich mit Korallen bedeckt. Die Südseite ist mit großen Korallenbeständen bedeckt. Auf der südwestlichen Seite sind hauptsächlich Weichkorallen, wie Federsterne, Gorgonien und Anemonen, sowie Kugelfische und Angerfische zu finden. An der Ostseite tummeln sich Muränen und große Shrimp Schwärme.

 

High Rock

Die kleine Insel befindet sich rund 25 km von Kawthaung entfernt und trägt einen einzigen Baum. High Rock besticht vor allem mit seiner Artenvielfalt. Hier können die Taucher unter anderem riesige Schwärme von Blau-gestreiften Rotbarschen und Gelbschwanz-Barrakudas durch das Meer ziehen sehen. Auch Flötenfische streifen hier umher auf der Suche nach ihrer Beute. Soldatenfische, Husarenfische und Stachelschweinfische verstecken sich in den Spalten der Felswand. Der Meeresgrund ist fast vollständig mit Fass schwämmen bedeckt, in denen verschiedene Meeresbewohner Schutz vor der Strömung suchen.
Leider können auch eine Reihe von giftigen Fischen am High Rock angetroffen werden. Dazu gehören die farbenprächtigen Drückerfische, die zur Gattung der Kugelfische gehören. Der Buckel-Drachenfisch, der auch Falscher Steinfisch genannt wird und zu der Familie der Skorpionfische gehört, ist zwar überall im Mergui Archipel unterwegs, aber nirgends ist er so häufig zu finden wie am High Rock.
An den Felswänden haben sich alte Fischernetze verhakt, die teilweise mit den Korallen zu einer Einheit verwachsen sind. Die Netze bieten vor allem für Seepferdchen ein beliebtes Plätzchen, da sie sich mit ihrem Schwanz am Netz einhaken und verweilen können. High Rock ist besonders beliebt für nächtliche Tauchgänge, da nachts die orangenen Farben der Korallen besonders intensiv leuchtet.

 

Cockscomb Island

Die kleine Insel kann nach einer etwa 2-stündigen Bootsfahrt von Kawthaung aus erreicht werden. Hier befinden sich mehrere Öffnungen im Kalkstein, die 2 bis 3 Meter tief sind. Durch diese Öffnungen können Sie tauchen, um zu der „versteckten Lagune“ zu gelangen.  Die Lagune ist etwa 15 Meter tief und wird von verschiedenen Korallen umgeben.

 

Western Rocky

Dieser Tauchspot ist der südlichste im Mergui Archipel und bietet eine Vielzahl von Aktivitäten. Western Rocky besteht aus einer Hauptinsel und zwei kleineren Inseln. An der Südseite der Hauptinsel befindet sich eine Höhle, die 25 Meter tief ist. An einer Seite der Höhle befindet sich ein Eingang, durch den Sonnenlicht fällt. Die Wände der Höhle sind mit bunten Muscheln und Schwämmen bedeckt. Hier verstecken sich in den Ritzen zahlreiche Wirbellose, wie Krabben und Garnelen. An der Höhle gibt es bei einer Tiefe von etwa 17 Metern einen Eingang zu einem Tunnel, der rund 30 Meter lang ist. Der Tunnel und die Höhle sind ein Exempel für die Entwicklung der Meeresbewohner, wenn sie außerhalb des Fangraums der Fischer leben, da man hier besonders große Exemplare von Hummern und Ammenhaien antrifft.
Die südliche Seite des Western Rocky ist vollständig mit Gorgonien und Haarsternen bedeckt. Hier können häufig Fleckenmuränen, Barrakudas sowie Rotfeuerfische beobachtet werden. Aufgrund der vielen orangefarbenen Korallen an der Südseite des Western Rocky, eignet sich auch dieser Sport besonders gut für einen Nachttauchgang, da das Orange der Korallen nach Einbruch der Dunkelheit regelrecht zu Leuchten beginnt. In den zahlreichen Korallen verstecken sich riesige Bestände an Einsiedlerkrebsen und Krabben.

 

Rocky Peaks

12 km nördlich von Northern Rocky liegen die Rocky Peaks, zu Deutsch „felsige Spitzen“. Es handelt sich hierbei um Kalksteinfelsen, die 5 Meter unter der Wasseroberfläche gewachsen sind. Die Spitzen der Felsen sind mit bunten Weichkorallen und schwarzen Seeigeln bedeckt. Da die Strömung hier sehr stark ist, ist bei einem Tauchgang ein schneller Abstieg notwendig, um sich nicht an den Felsen zu verletzen.
An der Nord- und Ostseite sind sehr häufig Rotfeuerfische, Soldatenfische und Lippfische anzutreffen. Auch sieht man hier die Schiffshalter aus der Familie der Stachelmakrelenverwandten, die sich mit Hilfe einer Saugplatte an größeren Fischen festsaugen. Taucher können hier auch ruhende Weißspitzenriff- und Leopardenhaie beobachten. Am Meeresgrund befindet sich ein kleineres Schiffswrack.
An der Südseite treiben Muränen und der giftige Falsche Steinfisch ihr Unwesen. Hier gibt es auch riesige Gorgonienbestände, in denen sich die grellen Tigerschwanz-Seepferchen versuchen zu verstecken.

 

Shark Cave

Dieser Tauchspot besteht aus drei kleinen Inseln. Die sogenannte Shark Cave findet man an der Nordseite der kleinsten der drei Inseln. Hier trifft man auf Graue Riffhaie und Ammenhaie. Zudem ist dieser Ort ein beliebter Laichplatz für Barrakudas, daher sieht man hier besonders häufig Jungfische. Die Höhle ist 20 Meter lang und mit bunten Korallen bedeckt.
An der Nordostseite der kleinen Insel gibt es ein wunderschönes Riff mit Federsternen und Dreifarbigen Korallen. Seeschlangen und Rochen streifen hier durchs Meer. In den flacheren Bereichen gibt es die beliebten Anemonenfische.
An der Südwestseite gibt es Tanzgarnelen und Sepien (Echte Tintenfische). Mit etwas Glück können hier sogar die besonderen Jagdgewohnheiten der Sepien beobachtet werden. Diese jagen in Paaren, indem sie mit ihren Tentakeln Wirbellose aus den Spalten des Riffs ziehen.

 

South Twin Insel

Diese Granitinsel ist etwa 1 km lang und hat zwei kleine Buchten. Ihren Namen trägt die Insel aber aufgrund zweier Felsen, die ein Durchschwimmen ermöglichen. Der flachere Bereich ist mit Tischkorallen bedeckt, welche einen Versteck für Fahnenbarsche und Mönchsfische bieten. Die tieferen Gestein Felsen sind mit Fächerkorallen, Seelilien und Haarsternen bedeckt. Hier hängen an den Felsen besonders viele Nacktschnecken. Kaiserfische und Papageienfische sind hier besonders häufig anzutreffen.
Dieser Tauchspot ist sehr beliebt, weil die Strömung gering und die Sicht sehr gut ist. Daher eignet sich die Insel für Taucher verschiedener Erfahrungsstufen.

 

North Twin Insel

Hierbei handelt es sich um die etwas kleinere Schwesterninsel der South Twin Insel. Hier streifen unter anderem die wunderschönen Gefleckten Adlerrochen durchs Wasser. Viele kleine Tunnels laden zum Durchschwimmen ein.
Auf dem Grund liegen viele mit purpurroten Korallen bedeckte Steine, zwischen denen Papageienfische und Doktorfische schwimmen. Hier streifen auch verschiedene Kopffüßer auf der Suche nach Nahrung über dem Meeresgrund. Wenn Sie eine Echte Karettschildkröte sehen wollen, sollten Sie Ihren Tauchgang unbedingt in den frühen Morgenstunden unternehmen. In den tieferen Bereichen um die North Twin Insel findet man kleinere Felsen auf dem Meeresgrund zerstreut liegend, die mit Korallen und Seefächern bewachsen sind. Dazwischen liegen überall Seesterne und Seegurken.
Etwa 1 km nordwestlich von der North Twin Insel liegen mehrere Felskanten in etwa 40 Meter Tiefe, die Nordzwillingsplateau genannt werden. Seefächer und Haarsterne bedecken das Plateau fast gänzlich. Hier findet man unter anderem Fledermausfische und die riesigen Blauflossen-Thunfische.

 

Tower Rock

Dieser Fels gleicht, wie der Name es schon vermuten lässt, einem Turm, da die Felswände steil nach unten abfallen und augenscheinlich ins Nichts führen. Die Wände sind vollständig mit Fächerkorallen und Muscheln bedeckt. Dieser Tauchspot ist vor allem für die Teufelsrochen bekannt. Wenn es möglich ist, sollten Sie ihren Tauchgang am Tower Rock für den Nachmittag einplanen, dann ist ein Treffen auf diese Meerestiere fast garantiert. Da hier teilweise eine sehr starke Strömung herrscht, ist dieser Sport vor allem für erfahrene Taucher geeignet.

 

 

 

Weitere Inseln ohne Lageplan:

Hlaing Gu Island
Diese Insel wird auch als Cavern Island bezeichnet, da sich hier einige Höhlen über und unter der Wasseroberfläche befinden. Durch eine dieser Höhlen kann man sogar mit dem Boot hindurchfahren. Auf dieser Insel gibt es einen Wasserfall und einen Süßwasserfluss. Dieser Fluss wird von den einheimischen Bewohnern des Mergui Archipels, den als Seenomaden lebenden Moken, verwendet, um ihre Wasserreserven aufzufüllen. Außerdem kann der Gipfel der Insel bestiegen werden, von dem man einen herrlichen Ausblick genießen kann.

Anakena Bay Island
Diese Insel ist nur mit einem Kayak erreichbar, da die Anlegestelle etwa 100 Meter von der Insel entfernt liegt. Die Insel ist besonders beliebt um Wildschweine, Affen und Warane zu beobachten. Hier gibt es zudem eine Perlenfarm und ein kleines Fischerdorf.

Great Swinton Island (Kyun Pila oder Kyun Phi)
Etwa 50 Seemeilen entfernt von Kauwthaung liegt die Insel Great Swinton, auch Kyun Pila oder Kyun Phi genannt. Dieser Tauchplatz eignet sich besonders gut, um verschiedene Hai Arten und Delphine anzutreffen. Auf der Insel gibt es wunderschöne einsame Sandstrände, an denen einzig Affen, Schildkröten und andere Tierarten anzutreffen sind.

Antarctica Bay
Auf dieser Insel gibt es Sandbänke, die von Felsen unterbrochen werden. Diese Insel eignet sich hervorragend für (Hobby-) Ornithologen, da sie hier am Süßwasserfluss auf seltene Vogelarten treffen können.

Bo Cho Insel
Auf der Bo Cho Insel befindet sich das von den Moken bewohnte Dorf Ma Kyone Galet Salone. Hier findet das jährliche Salone Festival statt. Bei diesem Festival präsentieren die Einheimischen traditionelle sowie spirituelle Tänze, veranstalten Tauchwettbewerbe und führen Gesänge vor. Es ist für Reisende möglich, diesem Festival beizuwohnen.

Copyright: Myanmar Discover, Autorin: Tatjana Hecht

Taucher haben im Mergui Archipel die Wahl zwischen Tauchkreuzfahrten oder einem Aufenthalt in einem Ökoresort + Tauchen. Zu unseren Tauchangeboten im Mergui Archipel:

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